10 Thesen für OpenSim und virtuelle Welten in 2010
Adam Frisby, einer der Köpfe vom OpenSimulator Projekt und vielen anderen Second Life bekannten Firmen wie zum Beispiel SineWave oder Deep Think, gab zur Weihnachtszeit 10 Vorhersagen für virtuelle Welten und OpenSim zum Besten. Natürlich ist es für jeden Benutzer einer virtuellen Welt recht interessant, an was er so glaubt und für möglich hält. Sicher wird das eine oder andere auch nicht so eintreffen, manches früher, manches später, einiges wohl auch überhaupt nicht. Trotzdem sind diese 10 Thesen sicherlich ein Leitfaden für das Jahr 2010.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Meine eigenen Kommentare sind Kursiv geschrieben, sie spiegeln nicht die Meinung von Adam Frisby dar.
Konsolidierung im 1. und 2. Quartal – Viele einfache virtuelle Plattformen werden in der ersten Jahreshäfte weiter wachsen oder sich festigen. Danach werden einige überleben, andere von anderen, teils kostenlosen, Diensten ersetzt/abgelöst.
Viele virtuelle Welten fallen “auf die Schnauze” – Adam Frisby meint hier, dass NUR die 3D-Welten überleben werden. Virtuelle 2D Welten ( in meinen Augen eigentlich keine “richtigen” virtuellen Welten) werden keinen Erfolg mit Webkonferenzen etc. haben. Klingt für mich einfach nur logisch.
Durchschnittliche Sim-Bevölkerung nimmt deutlich zu – Die These ist auf eine einzelne OpenSim bezogen und Adam zeigt hier auf, dass es wohl in Zukunft kein Problem mehr sei, eine Sim mit 200 Avataren normal arbeiten zu lassen. Durch eine erhöhte clientseitige Verarbeitung der Daten wird der Server leistungsfähiger und skalierbarer sein.
Entertainment Welten wachsen weiter – und zwar Jahr für Jahr. Als Beispiel wird hier Blue Mars aufgeführt, welches schon in der öffentlichen Beta-Phase angelangt ist, aber wohl erst im 2. halbjahr 2010 durchstarten könne, wenn die Usability, also die Bedienung und Benutzerfreundlichkeit, stark verbessert wurde. Recht hat er, Blue Mars geht im Moment gar nicht! Ich war regelrecht schockiert wie schlecht das ganze war. Die Bedienung war der reinste Horror. Erst fragte ich mich, ob es an die Gewöhnung von SL lag, aber ich muss zugeben, dass die SL Steuerung um einiges leichter von der Hand ging. Eine verbesstere Usability ist hier Pflicht. Und dann: Schaun ‘mer mal!
Bessere Kooperation von virtuellen Open Source Welten - Verschiedene Open Source Projekte wie zum Beispiel OpenSim, Sirikata, Wonderland und realXtend können sich auf ein Standardprotokoll einigen. Kommerzielle virtuelle Welten werden es hier in Zukunft wohl etwas schwerer haben, wenn es um ein 3D-Internet geht. Damit gehe ich nur teilweise konform, ich denke, dass – gerade wenn hier Second Life gemeint sein soll – es nicht nur ein Nachteil ist, wenn man mit der virtuellen Welt Geld verdient. Aber hier kann man auch nur hoffen, dass es wieder sinnvoll investiert und somit verbesster wird. Linden Labs ist ja eine Wundertüte.
Der realXtend Naali Viewer wird funktionaler und nützlicher - Der Naali Viewer – von Grund auf neu programmiert – von realXtend wird in 2010 stark verbessert und für die meisten Benutzer von OpenSim irgendwann einmal evtl. der Standard sein. Mitte des Jahres wird er wohl nutzbar sein und gegen Ende des Jahres wohl auch schon ein ernstzunehmender Client, der sich nicht verstecken braucht. Schön wenn man sich einigen kann.
OpenSim beginnt den Release-Prozess – Das bedeuted im Grunde genommen nichts anderes als das wohl im 4. Quartal eine Release Version von OpenSim herauskommt und etwas später, höchstwahrscheinlich aber im Jahr 2011, eine Version 1.0 Fein.
Betreiber virtueller Welten integrieren offizielle Content-Stores bzw. Tauschbörsen – Turbosquid, XFrog oder SpeedTree könnten einfach in die Software von virtuellen Welten intergriert werden. Damit könnten Benutzer schnell und einfach Handel betreiben und virtuelle Welten gleichzeitig schneller wachsen lassen. Oder auch Geld verdienen. Eine sehr nützliche Sache, die ich sehr begrüße!
Content-Ersteller werden unabhängig von der genutzten Plattform ( SL, OpenSIM etc. ) verkaufen können – Durch eine Art von Lizensierung wird man seine erstellen und designten Produkte auf plattformunabhängigen Seiten, wie in etwa Turbosquid, seine erstellen Objekte und Klamotten verkaufen können. Meshes werden in Second Life eingeführt und steigern die Grafikqualität dramtisch nach oben! Holla die Waldfee, das könnte einen weiteren Boom auslösen!
Die Kosten für virtuelle Welten sinken – Kommerzielle Stand-Alone Lösungen werden stark sinken, von 50.000 US-Dollar auf nur noch ca. 5000 US Dollar. Der normale Benutzer soll dagegen – allerdings frühestens 2012 – nur noch ca. 15 US Dollar im Monat für seine kleine virtuelle Sim bezahlen.
Ich persönlich bin gespannt, was uns im nächsten Jahr wirklich erwartet. Vor allem frage ich mich was Linden Labs im Jahr 2010 abliefern wird. Wird man mit Neuerungen mehr Benutzer generieren? Oder wird wie im Jahr 2009 Second Life immer wieder totgeredet? Es traf ja nie so ein, trotzdem schreiben viele gerne immer wieder über die Öde in SL. Am besten wir lassen das dann im nächsten Jahr noch einmal Revue passieren
| Dieser Beitrag wurde von Palloo Petrov verfasst. Dir hat der Artikel gefallen oder du findest er hat einen Nutzen für andere? Dann abonniere das RSS Feed, setze ein Social Bookmark ( hier unten die kleinen Symbole ), hinterlasse ein Kommentar oder verfolge mich bei Twitter: http://twitter.com/palloo |
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